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Freitag 18.03.2005  20:00 Uhr  Am 17.03.1990 wurde die Gründungsversammlung der Jugendfeuerwehr Friesenheim im Heiligenzeller Schlössle abgehalten. An diesem Festabend zum 15jährigen Jubiläum wurden die vergangenen 15 Jahre in einem Bilderreigen reflektiert. Die Präsentation wurden durch die Jugendsprecher und Jugendgruppenleiter den Gästen, u.a. Bürgermeister, Ortsvorsteher, Gemeinderäten, Abt.-Kdt. und KJFW vorgeführt.

JFW Timo Schick erwähnte in seiner Ansprache mit Stolz, dass während der vergangenen 15 Jahre zahlreich Jugendliche ausgebildet wurden. Von 50 in den aktiven Dienst übergebenen Jugendlichen sind heute noch 35 dabei. Zwei der Jugendlichen haben sogar die Position des stellv. Abt.-Kdt. erreicht. 


Sektempfang für die Gäste vor der Veranstaltung im Feuerwehrgerätehaus Friesenheim.

Der KJFW Christian Faißt lobte in seiner Ansprache, dass die Öffentlichkeitsarbeit der JF Friesenheim vorbildlich wäre und er dankte den Jugendgruppenleitern und allen Ausbildern für ihre Arbeit. Im Anschluss hob er die Verdienste des Gründungsmitgliedes Gerold Kadenbach hervor. Hauptbestandteil seines Lebens ist die Feuerwehr - er sei geradezu ein Naturell. Er legte damals die Schienen, auf der JF-Zug heute noch fährt und die heutigen Ausbilder und der JFW liefern den Sprit für den JF-Zug. Gerold Kadenbach wurde für seinen Einsatz für die Belange der JF mit der silbernen Ehrennadel der Baden-Württembergischen Jugendfeuerwehr ausgezeichnet.

Die Abteilungskommandanten erhielten von der JF ein kleines Andenken von der JF überreicht.

Auch die Ausbilder kamen nicht zu kurz und erhielten ein besticktes Handtuch. 

Bürgermeister Armin Roesner erinnerte an die erste für ihn wichtige Begegnung mit der Jugendfeuerwehr. Als ein Entenrennen im Dorfbach anstand, es aber aufgrund des niedrigen Wasserstandes zu einem Stau im Bachbett kam, hatte er die Idee, die Jugendfeuerwehr könnte hier doch der Veranstaltung doch noch zu einem guten Ende verhelfen, indem sie mit Wasser nachhalf. Gesagt, getan, spontan griff die JF ein und löste den Plastikentenstau auf. 

Wichtig war dem Bürgermeister die Tätigkeit der JF, die nicht nur einen demokratischen Gemeinschaftssinn vermittelt, sondern auch sozial Schwächeren die Möglichkeit eröffnet, in eine Gemeinschaft aufgenommen zu werden. In diesem Zusammenhang steht er auch zu den fünf Feuerwehrabteilungen in der Gemeinde und es wäre widersinnig Jugendliche zusammen auszubilden, um sie später bei der Möglichkeit der Übernahme in die aktive Wehr wieder wegzuschicken. Die Feuerwehrabteilungen bestehen nicht nur aus dem Feuerwehrhaus, den Fahrzeugen und der Ausrüstung, sondern aus den Personen, die dahinter stehen, die sich für die Gemeinschaft einsetzt, die mit Polizei und Rettungsdiensten an einem Strang ziehen. 

Überrascht war er über die Spende der JF, die er nach einem allgemeinen Spendenaufruf bekam. Die JF hat hier die größte Einzelspende abgeliefert und es freut ihn besonders, dass die Idee von den Jugendlichem kam, die u.a. für Kinder in Uganda gespendet haben. Dort werden beispielsweise 700 Schüler in sechs Klassen unterrichtet und teilweise wäre nicht einmal das Geld für Schreibzeug vorhanden. Als Dank an die Jugendlichen versprach er, beim bevorstehenden Besuch des Hochseilgartens in Gegenbach auch ein Essen auszugeben. Er schloss seine Rede mit den Worten an die Jugendlichen: "...bleibt dabei, habt Spaß, wir brauchen Euch!".

In den Dankesworten des Kdt. Gerold Kadenbach erwähnte er die Anfänge der Jugendfeuerwehr. Mit 8-10 Jugendlichen habe man anfangs gerechnet, gleich über 30 hätten ihr Interesse bekundet. Was tun mit einer solchen Zahl von Kindern und Jugendlichen. Man hat sich von Woche zu Woche durchgehangelt. Heute kann die JF auf 17 Ausbilder blicken, die ein umfangreiches, abwechslungsreiches Programm anbieten. Im Hinblick auf die aus der JF gekommenen und heute in die aktive Abteilungen integrierten Mitglieder, sagte er, heute würde es ohne JF gar nicht mehr gehen. Er schloss mit dem Appell an die Jugendlichen "...bleibt bei der Stange" 

Bürgermeister Armin Roesner unterhielt sich anschließend angeregt mit den
Jugendlichen.

 

Dieser Abend endete mit einer lustigen Begebenheit, denn Schutterns Ortsvorsteher Martin Buttenmüller trat den Heimweg mit dem Fahrrad an, blickte beim Verlassen des Hofes nach hinten und verfing sich flugs in den Ketten, die das Feuerwehrgelände absperren sollten. Die Jugendfeuerwehr eilte herbei und hatte einen Einsatz. Sie verhalf dem Fahrrad wieder zu seiner ursprünglich angedachten Funktion und ersparte dem Ortsvorsteher eine nächtliche Wanderung nach Hause.

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